Vereinschronik

Seite 1Seite 2 Seite 3

Vorgeschichte und Jahre 1972 – 1986

Bis 1965

Nordwestlich der Bergischen Kaserne und östlich des Aaper Waldes in der Gemarkung Hasselbeck – Schwarzbach (damals noch zu Ratingen gehörig) entsteht der Ortsteil Knittkuhl als reines Wohngebiet mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Der Name  Knittkuhl setzt sich zusammen aus den Wörtern Knitt = Lehm und Kuhl = Senke. Die Anwohner der ersten Stunde können sich noch an die lehmigen Straßen nach schweren Regenfällen erinnern.

1965 – 1971

In Knittkuhl werden weitere Mietwohnungen und Einfamilienhäuer gebaut, in erster Linie für die Familien der in der bergischen Kaserne untergebrachten Mannschaften der Bundeswehr und der  zu diesem Zeitpunkt noch hier stationierten englischen Truppen. Die Gemeinde wächst innerhalb von 7 Jahren auf  2.300 Einwohner an. Vielen Gesprächen konnte man damals schon entnehmen, dass in der stark expandierenden Gemeinde ein sehr großes sportliches Interesse bestand.

Das damals freie Wiesengelände zwischen Püttkamp und Knittkuhler Str.  wird hauptsächlich in den „warmen“ Monaten von Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen als Bolzplatz für alle möglichen Ballspiele genutzt. Die Gesundheitswelle  „Trimm – Dich – Fit, lauf mal wieder“ trägt ebenfalls dazu bei, sich mehr zu bewegen. Das umliegende Truppenübungsplatzgelände und der Aaper Wald laden auch direkt dazu ein.

Der Neubau der Grundschule mit der gleichzeitigen Fertigstellung einer Turn- und Gymnastikhalle ist dann das Startsignal. Ein Kreis von engagierten Mitbürgern findet sich innerhalb kurzer Zeit zusammen und lässt den Plan reifen, hier einen Sportverein zu gründen. Vor allem auch Kindern und Jugendlichen soll hier die Gelegenheit zu sportlicher Betätigung geboten werden. Zusammengehörigkeit, Gemeinschaftsgeist und Kameradschaft sollen zukünftig groß geschrieben werden.

04. Februar 1972

Im „Landgasthof Knittkuhle“ ist um 20:00 Uhr das Nebenzimmer reserviert für achtzehn sportinteressierte Mitbürger. Sie kommen hier zusammen, um einen Sportverein zu gründen. Per einstimmigem Beschluss sollen folgende Sportarten in diesem Verein betrieben werden: Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis und Turnen, Fußball soll später dazu kommen. Politisch gehört Knittkuhl  noch zum Gemeindeverband  Hasselbeck – Schwarzbach. Homberg – Meiersberg, Hubbelrath und Metzkausen im Kreis Mettmann.
Der Verein soll den Namen SPIEL- UND SPORTVEREIN HASSELBECK-SCHWARZBACH 1972 e.V. tragen, kurz SSV. Anschließend wird von der Versammlung, ebenfalls einstimmig, der Vereinsvorstand gewählt. Erster Vorsitzender wird Karl – Heinz Altenrichter. Dem frisch gewählten Vereinsvorstand wird der Auftrag erteilt, die Vereinssatzung auszuarbeiten und den Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts Ratingen eintragen zu lassen. Die Vereinsfarben und die Mitgliederbeiträge sollten in einer späteren Versammlung festgelegt werden.

Oktober 1972

Per Rundschreiben an alle Bürger in Knittkuhl und in den angrenzenden Siedlungen Gallberg, Stratenhof sowie im Dorf Hubbelrath werden Mitglieder für den neuen Verein geworben: „…..So sind unter anderem folgende Geräte vorhanden: 40 Gymnastikbälle, Basketbälle, Volleybälle, Sprungseile, Gymnastikkeulen,…….Kletterstricke, Seit –und Längspferd, Sprossenwände usw. usw. Außerdem wurden uns von der Amtsverwaltung  zwei Tischtennisplatten zur Verfügung gestellt“.

1973

Am 12.Januar startet der allgemeine Sportbetrieb des SSV. Im selben Jahr wird der Verein in den Westdeutschen Tischtennis- Verband aufgenommen. Eine Gruppe von Erwachsenen spielt ohne „eigenes“ Gelände hobbymäßig Fußball. Die Gruppe „Sport für Jedermann“ (Jedermänner) wird gegründet, der Grundstein wird gelegt für ein jahrzehntelanges „soziales Netzwerk“. Überwiegend Ehepaare finden Spaß daran, etwas mit dem Partner zusammen zu unternehmen. Der Altersdurchschnitt der Gruppe wird zeitweilig durch die Teilnahme der eigenen Kinder drastisch gesenkt. Der Schwerpunkt des Abends liegt in gymnastischen Übungen (PeterGedächtnis-Übung, Ali-Gedächtnis-Übung, usw.)  und dient hauptsächlich als Aufwärmphase für das anschließende Volleyballspiel. Danach folgt fast regelmäßig die Entspannungsphase. Getreu dem Motto von Peter Happe :  „Am Montag gegen 22:00 Uhr schmeckt das Bier am besten! Habt Ihr kein Zuhause?“

1974

Jürgen Kühnle wird als erster Jugendwart des Vereins bestellt. Ein Kleinkinderspieltag wird in den Wochenplan aufgenommen. Die erste Nikolausfeier findet getrennt nach Jungen und Mädchen statt. Die Abteilung Tischtennis startet. Herbert Hansen organisiert als erster Abteilungsleiter den Meisterschaftsbetrieb .Die 1.Herrenmannschaft beginnt in der 3.Kreisklasse. Die neu gegründete Abteilung Volleyball beginnt mit den ersten beiden Mannschaften.

1975

Der 1.Vorsitzende und sein Stellvertreter werden erneut gewählt. Das erste Sommerfest findet  mit sehr großem Erfolg auf dem Schulgelände statt. Demonstrationen verschiedener Sportarten, Mitmachangebote für jedermann, Wettkämpfe besonders für Kinder und Jugendliche sowie Unterhaltungsmöglichkeiten für die ganze Familie stehen auf dem Programm. Es ist das erste von noch ganz vielen folgenden Festen, bei dem die sportliche Vielfalt sowie das gesellige Miteinander des Vereins zum Ausdruck kommen.

1977

Die Gründung einer Kleinkinderturngruppe legt den Grundstein für die „Zukunft“ des Vereins. Es wird Zeit zum Feiern! Mit dem Sommerball im Gut Landfrieden wird das 5 jährige Bestehen des Vereins gebührend gewürdigt. Der SSV lädt ein und viele Helferinnen und Helfer sowie aktive und passive Mitglieder sind dabei. In einem sehr gemütlichen Rahmen feiert man den Verein, seine erbrachten Leistungen und nicht zuletzt sich selbst.

1978 – 1979

Vor zwei Jahren, im Dezember 1976 trafen sich 25 Paare um in einem Tanzkreis ihrem Hobby nachzugehen. Aus dieser „Urzelle“ entsteht in der Verwaltungsnebenstelle (dem heutigen Vereinsheim)  am 07. November des Jahres der Tanzclub im SSV. Mit dem Slogan: „Trimm – dich – tanz – mal wieder“ wurden Ehepaare und Alleinstehende angesprochen die – Original-Zitat: „Nicht mehr dem heißen Disko Sound verfallen sind“. Die Tanzabende am ersten Freitag im Monat werden vom Ehepaar Grothe als Übungsleiter durchgeführt.
Der SSV fordert ZUM ERSTEN MAL  (es sollten  viele weitere Male folgen) die Erweiterung der Gymnastikhalle der GGS zu einer zweiten vollwertigen Sporthalle und die Verwirklichung einer „Gesamtsportanlage“!!!!  Dieses Thema wird uns noch ewig begleiten. Um die Aktivitäten des Vereins breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen, werden die SSV – Schaukästen in Knittkuhl und in der Luckemeyerstr. aufgestellt und mit vereinsinternen Themen und Neuigkeiten bestückt.

1978 – 1979

Peter Happe wird Oberturnwart im Verein. KarlHeinz Altenrichter übernimmt von Fau Thurau das Jugendturnen. Ulrike Grimm leitet ab sofort die Leistungsturngruppe. NeuorgaNisatioN: Die Turnabteilung  wird neu organisiert. Mit Ernst Mann als Vorsitzenden des neugebildeten Turnrats übernimmt ein „alter“ Turner das Ruder. Er hat auch später noch immer gerne von den „Abenteuern“ am Seitpferd erzählt. Der SSV nimmt am Landesturnfest in Duisburg
teil. Für alle Teilnehmer wurde es zu einem spannenden und erlebnisreichen Wochenende. Nahmen sie doch das erste Mal für „ihren Verein“ an einem offiziellen Wettbewerb teil. Die Abteilung Rhytmische Sportgymnastik RSG beginnt mit ihrer Arbeit. Maria Fischer ist die neu bestellte Leiterin dieser Abteilung. Die Voraussetzungen für einen stetigen Aufstieg waren gegeben. Bis  zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft war noch ein weiter Weg, doch davon später mehr.

Oktober 1981

Der erste und zweite Vorsitzende des Vereins werden einstimmig wieder gewählt Um der steigenden  Mitgliederzahl gerecht zu werden, fordert der SSV die Erweiterung des Schulhofes der GGS, um ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag einrichten zu können. Der SSV nimmt am Stadtbezirkfest Düsseldorf teil. Die Gründung einer Kraftsportgruppe wird mit der Eröffnung eines Fitnessstudios kombiniert. Walter Mittelsdorf und Bärbel Matz leiten diese Gruppe.

Oktober 1982

Die Mitgliedsbeiträge werden erstmalig per Lastschrift eingezogen, das erleichtert die organisatorischen Vorgänge und hilft im Büro Zeit zu sparen.  Der Jubiläumsball zum 10jährigen Bestehen des SSV wird  im Hotel-Restaurant „Quadenhof“ in Gerresheim gefeiert. Der Abend ist ein – im wahrsten Sinne des  Wortes –  „voller“ Erfolg. Gerüchten zufolge sollen die Letzten gegen vier Uhr morgens auf dem Heimweg gesehen worden sein. Aber wie gesagt, das sind nur Gerüchte.

Oktober 1983

Nach elf  sehr erfolgreichen Jahren kommt es an der Spitze des Vereins zu einem Wechsel. Ernst Mann wird zum 1.Vorsitzenden gewählt und Werner Lipfert sein Stellvertreter. Horst Elschner wird als Kassenwart bestätigt. Viele neue „junge“ Mitglieder kommen im Laufe der Jahre hinzu. Gleichzeitig kommen aber auch viele gestandene Mitglieder in die „reiferen“ Jahre. Die Gründung einer Seniorengruppe trägt „dem nach oben wandernden“ Altersdurchschnitt im Verein entsprechend Rechnung.

Der SSV nimmt zum ersten Mal am Deutschen Turnfest teil. Rund 26.500 Sportlerinnen und Sportler treffen sich zu diesem Ereignis in Frankfurt am Main. Darunter einige Sportler und Betreuer des SSV. Die Erwartungshaltungen der Teilnehmer und „Offiziellen“ sind dementsprechend hoch.  Der Gedanke  „ Wir gehören dazu“  steht für unseren Verein aber ganz deutlich im Vordergrund und spornt alle an. Für alle SSV´er, die dabei sind, wird es zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Oktober 1985

Der SSV tritt als Veranstalter auf und gestaltet den Verbandstag des Turngaus Düsseldorf in der Turnhalle der GGS. Für ältere Mitglieder im Verein wird unter dem Motto „Wer rastet, der rostet“  eine Frühgymnastik in das Leben gerufen, die bis heute unter wechselnden Titeln und Übungsleitern immer noch sehr starkes Interesse hervorruft. Der erste Vorsitzende und sein Stellvertreter werden in ihrem Amt bestätigt.

Oktober 1986

Der Gedanke, eine Begegnungsstätte für alle Mitglieder des Vereins zu schaffen, steht schon lange im Raum. Mit der Übergabe der Verwaltungsnebenstelle der Stadt Düsseldorf an den SSV wird der Traum wahr. Der erste Heimausschuss gründet sich am 16.Mai unter der Leitung von Ute Mann. Am Püttkamp 9 wird das Sportheim eingeweiht. Der Heimausschuss erarbeitet sämtliche Richtlinien für die allgemeine Sicherheit, den Sportlertreff und die Vermietungen. Die erste SSV- Spielgruppe unter der Leitung von Ulrike Erfling wird gegründet. Der Verein übernimmt eine weitere  Rolle in der Gemeinschaft und in der sozialen Verantwortung für die Jüngsten im Stadtteil. Steigende Mitgliederzahlen und damit verbunden, weitere organisatorische Aufgaben erzwingen: die Anschaffung einer EDV – Anlage. Horst Elschner wird zum stellv. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Karate ist im Verein angekommen. Am 01. 04. ruft Andreas Bernhardt das Dojo als Übungsgruppe ins Leben.
Die erfolgreiche Teilnahme am Deutschen Turnfest im damals noch geteilten Berlin fand vor einer überwältigenden Kulisse von über 100.000 Menschen statt. Die Fußballabteilung stellt wegen des fehlenden Sportplatzes ihren Sportbetrieb ein. Nachdem im Jahr 1974 die erste Jugendmannschaft gegründet wurde und im Jahr 1982 die zweite Herrenmannschaft dazukam, fehlt es aber immer deutlicher an einem Sportgelände,um an Meisterschaftsspielen teilnehmen zu können.

 

Seite 1Seite 2 Seite 3